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„Die unbequeme Wahrheit, mit der Kommunikationsprofis heute konfrontiert sind, lautet: Die KI kann Ihre Geschichte erzählen, noch bevor Ihr Publikum Ihre Worte überhaupt liest.“

Michael Winter, Senior Solutions Specialist – Product & Event Marketing Manager – EMEA, Notified

 

Die Herausforderung: Marken konkurrieren nicht mehr nur um einen möglichst hohen Platz in einer Ergebnisliste. Sie konkurrieren darum, von ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und anderen KI-Systemen als vertrauenswürdige Quelle ausgewählt, verstanden und in Antworten zitiert zu werden.

Die Lösung: Das SOAR Content Framework™ – die vier Signale, die Inhalte für KI-Systeme besonders auffindbar, verständlich und zitierfähig machen: Structure, Originality, Authority und Recency.

Das Fazit: PR-Teams haben es selbst in der Hand, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass KI-Systeme ihren Beitrag extrahieren und zitieren.

KI-Suche verändert die Spielregeln für PR. Zwischen dem, was Unternehmen veröffentlichen, und dem, was die Zielgruppen aufnehmen, steht mittlerweile ein mächtiger algorithmischer Vermittler. In der heutigen „Zero-Click“-Umgebung können sich Käufer, Journalisten, Investoren etc. eine Meinung bilden, ohne eine Website zu besuchen. Wenn von generativer KI erstellte Zusammenfassungen auf Suchergebnisseiten erscheinen, klicken Nutzer nur in etwa 8 Prozent der Fälle auf herkömmliche Links. Wenn KI-Übersichten die Ergebnisse dominieren, können die Klickraten um 34,5 Prozent sinken, hat die Unternehmensberatung Bain & Company ermittelt.

Damit verschiebt sich auch die zentrale Frage für Kommunikationsteams: Nicht mehr nur „Wie viele Menschen haben unseren Inhalt gesehen?“, sondern auch „Wird unser Inhalt von KI-Systemen gefunden, als glaubwürdig eingestuft und genutzt, um eine Antwort zu formulieren?“

 

„PR-Sichtbarkeit entsteht zunehmend innerhalb einer generierten Antwort – nicht erst nach einem Klick auf die Unternehmenswebsite. Für Marken reicht es künftig nicht mehr, dass ein Inhalt gefunden werden kann. Er muss so klar, relevant, vertrauenswürdig und aktuell sein, dass eine KI ihn als Baustein für ihre Antwort auswählt.“

 

Was ist der Unterschied zwischen SEO, AEO und GEO?

 

Notifieds AI-First PR Content Playbook beschreibt den Unterschied so: Search Engine Optimization (SEO) zielt auf Discovery und den Klick auf eine Quelle. Answer Engine Optimization, kurz AEO, zielt darauf, dass Inhalte direkt in einer generierten Antwort extrahiert, zusammengefasst, zitiert und wiederverwendet werden. Generative Engine Optimization, kurz GEO, lässt sich als übergreifender Ansatz verstehen, mit dem Unternehmen ihre Inhalte und ihre digitale Präsenz für generative Suchsysteme optimieren.

 

Verliert SEO durch KI-Suche an Bedeutung?

 

SEO bleibt eine wichtige Grundlage. Inhalte müssen auffindbar, crawlbar und technisch zugänglich sein. Ein gutes Ranking allein garantiert jedoch nicht, dass eine Seite von einer KI als Quelle ausgewählt wird.

Ein Inhalt kann gut ranken und trotzdem nicht in einer KI-Antwort vorkommen. Das passiert beispielsweise, wenn die entscheidenden Informationen nur indirekt formuliert sind, wenn Aussagen nicht eindeutig zugeordnet werden können oder wenn wichtige Fakten über mehrere Seiten verteilt sind. Auch lange Marketingformulierungen, austauschbare Claims und komplizierte Zitate erschweren die Extraktion.

 

Wie KI-Systeme Quellen auswählen

 

KI-Systeme bevorzugen Inhalte, aus denen sich eindeutige Antworten ableiten lassen. Dazu gehören:

  • klar bezeichnete Unternehmen, Personen, Produkte und Orte,
  • konkrete Daten, Zahlen und Zeitangaben,
  • nachvollziehbare Quellen und Urheber,
  • kurze, eigenständig verständliche Aussagen,
  • logisch gegliederte Abschnitte,
  • aktuelle und über verschiedene Kanäle hinweg konsistente Informationen.

 

Klassische Suchmaschinen präsentieren eine Liste potenziell relevanter Quellen. Generative Suchsysteme gehen einen Schritt weiter: Sie extrahieren Informationen aus verschiedenen Quellen, vergleichen diese miteinander und formulieren daraus eine zusammenhängende Antwort. Häufig erhält der Nutzer bereits alle wesentlichen Informationen, ohne eine einzelne Website besuchen zu müssen.

Große Sprachmodelle funktionieren dabei in gewisser Weise wie eine Konsensmaschine. Sie suchen nicht nur nach einzelnen Keywords, sondern bewerten, welche Aussagen über verschiedene vertrauenswürdige Quellen hinweg bestätigt werden. Entscheidend ist deshalb, ob eine Marke, ein Produkt oder eine Führungskraft wiederholt und konsistent mit bestimmten Themen, Fakten und Kompetenzen verbunden wird.

Für PR-Teams eröffnet das eine strategische Chance. Pressemitteilungen, Newsrooms, Fachbeiträge, Studien, Interviews und Earned-Media-Platzierungen liefern genau die öffentlich zugänglichen, überprüfbaren Informationen, die KI-Systeme für ihre Antworten benötigen. Allerdings müssen die Inhalte nun auch auf die Anforderungen dieser Systeme optimiert werden, um die volle Wirkung zu entfalten.

Wichtig: Für KI-Systeme haben Vertrauenssignalen eine größere Bedeutung bei als Werbung.

  • Bezahlte Medien werden von LLMs weitgehend ignoriert.
  • Zu den vertrauenswürdigen Quellen zählen Wikipedia, maßgebliche Earned Media, über Newswire verbreitete Pressemitteilungen sowie gut strukturierte eigene Inhalte.
  • PR-Inhalte spielen eine zentrale Rolle, da sie eine Brücke zwischen Glaubwürdigkeit, Klarheit und öffentlicher Verfügbarkeit schlagen.
     

Die gute Nachricht ist, dass diese Vertrauenshierarchie nicht zufällig ist, sondern davon abhängt, wie Informationen verfasst, strukturiert und verbreitet werden. Das bedeutet, dass PR-Teams direkte Maßnahmen ergreifen können, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass KI-Systeme ihren Beitrag extrahieren und zitieren. Über Newswire verbreitete Pressemitteilungen haben dabei für KI-Systeme eine besondere Relevanz. Das zeigt eine Auswertung, wonach mehr als 99 % der GlobeNewswire-Pressemitteilungen von ChatGPT oder Claude als Quelle herangezogen werden. Der Grund: Sie enthalten klar zuordenbare Unternehmensinformationen, Daten, Zitate und Zeitangaben. Sie werden öffentlich verbreitet und können Owned Content durch ein zusätzliches offizielles Autoritätssignal unterstützen.

 

Wie verbessert das SOAR Content Framework die Sichtbarkeit in KI-Antworten?

 

Eine Studie, die Notified gemeinsam mit der Analyseplattform Profound durchgeführt hat, untersuchte mehr als 200.000 Pressemitteilungen und 200 Millionen KI-Zitate. Aus der Analyse von Zitiermustern und umfangreicher Regressionsforschung entwickelte Notified das SOAR Content Framework™. SOAR bündelt die vier Signale, die Inhalte für KI-Systeme besonders auffindbar, verständlich und zitierfähig machen: Structure, Originality, Authority und Recency. Das Framework ist keine theoretische Checkliste, sondern basiert auf empirisch untersuchten Zitiermustern.

  • Structure: Informationen eindeutig und extrahierbar machen
  • Originality: Etwas veröffentlichen, das zitierenswert ist
  • Authority: Vertrauen über mehrere Quellen aufbauen
  • Recency: Aktualität als kontinuierlichen Prozess verstehen
     

Die aktuelle Untersuchung von 8.000 Pressemitteilungen, die über GlobeNewswire by Notified verbreiteten wurden, bestätigt die Bedeutung dieser Faktoren mit neuen Daten. Das AI-First PR Content Playbook zeigt schließlich, wie Kommunikationsteams die SOAR-Prinzipien in ihre tägliche Content- und Distributionsstrategie übersetzen können.

Struktur war in der aktuellen Untersuchung der stärkste einzelne Hebel für KI-Sichtbarkeit. Entsprechend optimierte Inhalte erhielten durchschnittlich 2,6-mal mehr Zitate. Dass auch kleine Änderungen einen messbaren Effekt haben können, zeigt ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Unternehmen, die den AI Press Release Optimizer von Notified genutzt haben, erzielten im Durchschnitt 15 Prozent mehr Zitate als solche, die das nicht taten.

 

PR muss für Menschen und Maschinen schreiben

 

Die KI-Suche erweitert die Definition von Sichtbarkeit – und damit auch die strategische Rolle der PR. Denn Kommunikation richtet sich heute an zwei Ebenen zugleich: an Menschen, die Inhalte lesen, bewerten und auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen, und an KI-Systeme, die diese Inhalte finden, einordnen, zusammenfassen und in Antworten weiterverwenden.

Das bedeutet nicht, Inhalte primär für Maschinen zu schreiben. Im Gegenteil: Gute PR muss relevant, verständlich, glaubwürdig und interessant für Menschen bleiben. Gleichzeitig sollten Inhalte so strukturiert sein, dass auch KI-Systeme zentrale Fakten, Zusammenhänge und Aussagen eindeutig erfassen können. PR verbindet Owned und Earned Media, liefert überprüfbare Fakten, etabliert konsistente Narrative und schafft die Autorität, auf die KI-Systeme angewiesen sind.

Es geht deshalb weder um die Frage Menschen oder Maschinen noch um Rankings oder Antworten. Erfolgreiche Kommunikation muss für Menschen relevant, für Suchmaschinen auffindbar und für KI-Systeme verständlich und zitierfähig sein. Marken, die das SOAR-Framework konsequent in ihre Content-Strategie integrieren, verbessern nicht nur ihre technische Sichtbarkeit. Sie erhöhen die Chance, dass ihre Perspektive die Antworten prägt, auf deren Grundlage Zielgruppen Entscheidungen treffen.

 

Am 17./18. September: Notified beim Kommunikationskongress 2026 (Berlin + digital)

Erfahren Sie in der Expert Session mit Aydin Özyilmaz und Michael Winter von Notified „Erfolgreich in der Answer Engine Economy: GEO meistern für moderne Unternehmenskommunikation“, was GEO für Strategie, Inhalte und Rollenverständnis bedeutet.